NEWS: Nestlé (UK) reduziert den Zucker in Cerealien!

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Wie am Dienstag angekündigte, hat sich Nestlé dazu verpflichtet bis Ende 2018 den Zuckergehalt ihrer Frühstückscerealien in Großbritannien um weitere 10% zu senken.

Schon seit 2010 hat Nestlé im Vereinigten Königreich den Zucker in ihren Cerealien um 15% senken können und auch in Deutschland konnte der Anteil von Zucker in unseren geliebten „Cornflakes“ 2012/13, durch eine Anpassung des Rezepts und die damit einhergehende Erhöhung des Vollkornanteils, reduziert werden.

Zwar folgt Nestlé damit erst einmal nur der Aufforderung der britischen Regierung an die Industrie Zucker allgemein in Produkten bis 2020 um 20% zu minimieren, allerdings ist der Trend zu vermeintlich gesünderem Essen und gesünderen Produkten und dem Druck, den sich Großfirmen dadurch entgegen sehen, wohl der eigentliche Grund für diese erneute Veränderung und den selbsgesetzten Grundsatz „dem Konsumenten gesündere und wohlschmeckendere Cerealien (Anmerkung von deCereal: Produkte) zu bieten“.

Warum ist das Ganze dann eine News wert, wo für Deutschland eine derartige Änderung im Moment noch nicht in Sicht ist und es sich lediglich auf Großbritannien bezieht?
Die Repositionierung der „Fitness-Marke“, die auch in Deutschland vollzogene Reduzierung von Zucker in einigen Nestlé Schokoriegeln, aber auch die schon angesprochene Senkung des Zuckergehalts in deutschen Cerealien zeigt, dass Nestlé bzw. Cereal Partners Worldwide ihr Versprechen ernst nehmen und auch wir uns auf eine eventuelle Veränderung unserer begehrten Cerealien einstellen dürften.

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TRIX Cereal – Damals und Heute

Das ist natürlich erst einmal nichts schlechtes, denn weniger Zucker in unserem Essen und wertvollere Nährstoffe ist ja grundsätzlich eher etwas Gutes. Negativbeispiele aus den USA zeigen aber, dass auch das gehörig nach hinten losgehen kann.
So hat sich zum einen General Mills (wie Nestlé Teil von Cereal Partners Worldwide) 2015 dazu entschlossen dem Trend zu folgen und seine künstlichen Aroma- & Farbstoffe aus den Cerealien zu verbannen. Die Rechnung hatten „Big G“ aber ohne seine Kunden gemacht, die in den Sozialen Netzwerken einen riesen Shitstorm gegen die neuen, anders aussehenden und anders schmeckenden „Trix“ gefahren sind. Was selbst einen Giganten wie General Mills dazu bewegt hat sich die ganze Sache noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und zu überlegen, wie man aus dem Fettnäpfchen wieder anständig rauskommt:

„Wir haben von vielen unserer Trix-Fans gesagt bekommen, dass sie unser altes Produkt vermissen und natürlich wissen wir, dass Konsumenten unterschiedliche Geschmäcker und Präferenzen haben. Entsprechend ist es für General Mills sehr wichtig den Konsumenten eine Auswahl über das zu geben, was sie gerne essen möchten und was nicht. Wir arbeiten daher an einer Lösung und werden im Laufe des Jahres neue Informationen diesbezüglich für euch haben.“

„We have heard from many Trix fans that they miss the old product and we know consumers have differing food preferences. Providing consumers choices of what they would like to eat is very important to General Mills. We are working on a solution and will share additional information later this year.“

Damit nicht genug hat auch Post seinen alten Cerealien die ein oder andere „Verbesserung“ verpasst, mit dem Ergebnis, dass die optimierten Honeycomb Cerealien und Alpha-bits den Konsumenten nun so gar nicht mehr schmecken und sich viele die alten Cerealien mit der bekannten Rezeptur zurückwünschen.

Honeycom & Alpha-Bits

Verbesserte Honeycomb & Alpha-Bits

Bleibt also die Frage, ob die Versteifung von „süßen“ und nostalgischen Cerealienmarken als Frühstücksmahlzeit und der damit verbundene Zwang Nährwerte und Inhaltsstoffe anzupassen, wirklich der richtige Weg ist oder man nicht lieber neue oder eh schon gesunde Marken nehmen sollte und hier eine Reihe von kinderfreundlicheren Frühstückscerealien anbieten sollte?

Schokolade und süße Sachen sind und bleiben zwar super für die Seele und schmecken teuflisch gut, aber sind nun einmal nicht das, was man als beste Wahl für sein Essen betiteln kann – egal ob als honigsüße Cerealien, als nussiger Brotaufstrich der Nationalmannschaft oder als italienisches Cornetto mit dem Cappuccino in der Hand auf dem Weg zur Arbeit.

Es sind nun einmal Sachen, die man sich in Maßen gönnt und ein Stück Freude in den Alltag bringen können, gerade wenn noch Nostalgie eine Rolle spielt. Da möchte man dann ungern einen Schokoriegel oder eine Schüssel Cerealien essen, die zwar 0% Zucker hat, aber nicht mehr schmeckt. Ganz im Sinne von „deCereal“ wäre es doch also viel wünschenswerter unser liebstes Laster nicht weiter zu verschlimmbessern, sondern so zu lassen, wie wir es mögen und sie einfach nicht mehr als gesundes und nahrhaftes Frühstück/Mahlzeit zu bewerben, sondern als süßen Snack oder eben Dessert.
Eine gewisse Milchmarke schafft das mit seinen Produkten ja auch sehr erfolgreich und wo liegt denn das Problem eine Schüssel Cookie Crisp zu naschen, anstatt den mit ähnlich viel Zucker ausgestatteten Sahnejoghurt?

Was meint ihr? Sagt es gerne in den Kommentaren!

– CHEERS!

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